Hallo zusammen,
ich beschäftige mich seit der Pensionierung intensiver mit verschiedenen Geldanlagen und bin dabei auf Kupfer als zukunftsträchtigen Rohstoff gestoßen. Die Energiewende wird ja massiv mehr Kupfer brauchen – für Stromleitungen, Transformatoren, E-Mobilität. Das sehe ich ähnlich wie bei den Immobilienfinanzierungen, die ich 40 Jahre lang verhandelt habe: Man muss die langfristige Nachfrage erkennen und dann sinnvoll positionieren.
Meine Frage: Wie finanziere ich einen soliden Kupfer-Einstieg als Pensionär ohne mein Kapital zu überdehnbar zu machen? Sollte ich lieber einen Sparplan über Kupfer-ETFs fahren, oder macht es mehr Sinn, gezielt in etablierte Kupfer-Produzenten-Aktien zu gehen? Und wie kalkuliere ich das realistisch in mein Budget ein – muss ich da mit Zinskosten rechnen, oder macht nur die Einmalanlage Sinn?
Mich interessiert auch: Welche versteckten Kosten entstehen bei den verschiedenen Ansätzen? Bei Kreditvergabe habe ich gelernt, dass die unsichtbaren Gebühren oft schlimmer sind als die Zinsen selbst.
Freue mich auf eure Erfahrungen!
Hallo Helmut,
das ist eine sehr gute Frage! Ich sitze da teilweise im gleichen Boot – ich versuche ja auch, Schulden systematisch abzubauen und gleichzeitig langfristig zu investieren.
Für deine Situation als Pensionär würde ich eher zu Kupfer-ETFs raten als zu reinen Sparplänen. Der Grund: Du hast eine andere Risikobereitschaft und Zeithorizont als ich mit 27. ETFs bieten dir breite Streuung, weniger Einzeltitelrisiko. Zu den Kosten: TER von 0,5–0,8% ist üblich, sollte aber vertretbar sein. Wichtig ist, dass du keine fremde Finanzierung (also Margin/Kredite) für Rohstoff-Positionen nutzt – das wird bei Volatilität schnell zum Problem.
Mein Tipp: Einmalkauf statt Sparplan, wenn du das Kapital eh hast. Das spart Transaktionskosten und du brauchst nicht monatlich zu überwachen.
Würde da eher zu Produzenten-Aktien greifen statt ETFs – die partizipieren direkter an Preisanstiegen.