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Forward-Darlehen 2025 - sinnvoll oder reine Zockerei?

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Stefan Hoffmann
Beiträge: 12
Themenstarter
(@s-hoffmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#2]

Hi zusammen,

ich stehe vor einer wichtigen Entscheidung und würde gerne eure Meinungen dazu hören. Meine Anschlussfinanzierung läuft Ende 2025 aus, aktuell zahle ich noch 1,8% Zinsen bei einer Restschuld von etwa 220k.

Mein Bankberater hat mir jetzt ein Forward-Darlehen vorgeschlagen - ich könnte mir bereits heute einen Zinssatz für die Anschlussfinanzierung ab Januar 2026 sichern. Er meinte, bei 3,2% über 15 Jahre wäre das eine gute Absicherung gegen weiter steigende Zinsen.

Aber ehrlich gesagt bin ich unsicher. Ist das nicht einfach nur Spekulation? Niemand weiß ja, wie sich die Zinsen entwickeln. Vielleicht sind sie in einem Jahr wieder niedriger? Andererseits, wenn sie auf 4% oder höher steigen, würde ich mir ordentlich in den Hintern beißen.

Die Forward-Prämie beträgt 0,02% pro Monat, das wären bei 12 Monaten Vorlaufzeit etwa 0,24% Aufschlag. Rechnet sich das?

Hat jemand von euch schon mal ein Forward-Darlehen abgeschlossen? Wie sind eure Erfahrungen? Oder sollte ich lieber abwarten und schauen was passiert?

Vielen Dank schon mal für eure Hilfe!


3 Antworten
Stefan Weber
Beiträge: 10
(@s-weber)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hey,

kann ich gut verstehen, dass du unsicher bist. Ich hatte vor ein paar Jahren auch so eine Situation und hab mich damals gegen das Forward-Darlehen entschieden - im Nachhinein war's richtig, weil die Zinsen dann doch gefallen sind.

Aber die Zeiten haben sich geändert. Bei der aktuellen Inflation und der EZB-Politik würde ich eher davon ausgehen, dass die Zinsen mittelfristig höher bleiben. 3,2% für 15 Jahre ist nicht schlecht in der heutigen Zeit.

Bei der Umschuldung von 3 Konsumkrediten hatte ich ja schon mal erwähnt, wie wichtig Zinssicherheit ist. Bei deiner Summe ist das noch wichtiger.

Ich würd's machen, ehrlich gesagt. Lieber 'ne kleine Prämie zahlen als nachher mit 4-5% dastehen.


Antwort
Lena K.
Beiträge: 16
(@lena96)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hi! Also ich find Forward-Darlehen ehrlich gesagt ziemlich riskant. Du bindest dich jetzt schon für die nächsten 15+ Jahre an einen Zinssatz, obwohl niemand weiß was passiert. Was ist wenn die Wirtschaft einbricht und die Zinsen wieder auf 0% gehen? Dann ärgerst du dich schwarz.

Ich würd eher schauen dass ich bis 2025 noch mehr tilge und dann flexibel bleibe. Bei 220k Restschuld kannst du bestimmt noch bisschen was wegsparen.


Antwort
Andreas W.
Beiträge: 22
(@andreas-weber)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Moin S.Hoffmann,

aus meiner Sicht ist ein Forward-Darlehen durchaus eine Überlegung wert, aber keine Garantie für den "besten" Deal. Du sicherst dir damit Planungssicherheit - das ist der größte Vorteil. Bei deiner Restschuld von 220k macht jeder Prozentpunkt Zinsunterschied etwa 2.200 Euro jährlich aus.

Die Forward-Prämie von 0,24% ist moderat. Wenn die Zinsen bis Ende 2025 über 3,44% (3,2% + 0,24%) steigen, hast du gewonnen. Bleiben sie darunter, hast du draufgezahlt.

Mein Tipp: Teile dein Risiko. Sichere dir vielleicht die Hälfte der Summe mit einem Forward-Darlehen ab und lass den Rest offen. So profitierst du bei sinkenden Zinsen teilweise und bist bei steigenden Zinsen nicht komplett ungeschützt.

Letztendlich ist es aber wirklich eine Art Versicherung gegen Zinsrisiken - und bei Versicherungen zahlst du immer eine Prämie für die Sicherheit.


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