Hallo zusammen,
ich hab meinen Notgroschen (ca. 15k) aktuell auf einem Tagesgeldkonto bei der ING mit 3,5% Zinsen liegen. Jetzt lese ich aber überall, dass Geldmarkt-ETFs oft noch bessere Renditen bringen können.
Bin am überlegen, ob sich ein Wechsel noch lohnt. Klar, bei den aktuell hohen Tagesgeldzinsen ist der Unterschied nicht mehr so dramatisch wie früher. Aber wenn ich mir anschaue, dass manche Geldmarkt-ETFs trotzdem noch 0,5-1% mehr bringen könnten...
Meine Überlegungen:
+ Geldmarkt-ETF: Potenziell höhere Rendite, flexibel handelbar
- Geldmarkt-ETF: Schwankungen möglich, Ordergebühren
+ Tagesgeld: Komplett sicher bis 100k, keine Gebühren
- Tagesgeld: Zinssatz kann jederzeit gesenkt werden
Wie seht ihr das? Bei den aktuell hohen Tagesgeldzinsen noch zu Geldmarkt-ETF wechseln oder einfach bei der Sicherheit bleiben? Der Notgroschen soll ja eigentlich sicher und schnell verfügbar sein.
Vielleicht hat jemand konkrete Erfahrungen gemacht?
Sehe ich anders als mein Vorredner. Hab vor einiger Zeit schon mal über ähnliche Überlegungen geschrieben, als die Tagesgeldzinsen noch bei 1,5% lagen. Da war der Wechsel ein No-Brainer.
Bei 3,5% ist's tatsächlich knapper geworden. Kommt drauf an: Wenn du nur einmal pro Jahr ans Geld musst, können die 0,5-1% Mehrrendite durchaus interessant sein. Geldmarkt-ETFs sind auch nicht so volatil wie Aktien-ETFs. Ich würd's versuchen, aber vielleicht erst mal nur mit nem Teil des Notgroschens testen.
Würde bei 3,5% Tagesgeld definitiv nicht wechseln. Der Notgroschen ist für Sicherheit da, nicht für Renditeoptimierung. Die paar Prozentpunkte mehr rechtfertigen nicht das Risiko von Schwankungen.
Aus praktischer Sicht würde ich bei den 3,5% bleiben. Der administrative Aufwand für den Wechsel, mögliche Ordergebühren und die Tatsache, dass Tagesgeldzinsen derzeit wirklich attraktiv sind, sprechen dagegen.
Dazu kommt: Ein Notgroschen sollte primär Sicherheit bieten. Bei einem echten Notfall willst du dir keine Gedanken über Kursschwankungen machen müssen. Die Differenz von vielleicht 50-150€ pro Jahr bei 15k rechtfertigt meiner Meinung nach nicht das zusätzliche Risiko und den Mehraufwand.