Hallo zusammen,
als IT-Projektmanager bin ich seit 3 Jahren selbständig und überlege gerade, ob eine Rürup-Rente für mich Sinn macht. Das Problem: Mein Einkommen schwankt ziemlich stark. 2025 hatte ich ein sehr gutes Jahr mit knapp 85k, 2024 waren es nur 52k und dieses Jahr sieht es bisher wieder besser aus.
Jetzt im Frühjahr mache ich immer meine Finanzplanung und frage mich: Lohnt sich der Steuervorteil bei Rürup überhaupt, wenn ich nicht konstant hohe Beiträge zahlen kann? Kann ich flexibel einzahlen je nach Auftragslage oder muss ich mich auf einen festen Betrag festlegen?
Meine Steuerberaterin meinte, bei schwankenden Einkommen wäre Rürup trotzdem interessant, aber ich verstehe noch nicht ganz die Mechanik. Wie berechne ich denn, ob sich das für mich rechnet? Und kann ich in schlechten Jahren einfach weniger oder gar nichts einzahlen?
Vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen als Selbständiger? Bin dankbar für jeden Tipp!
Hi!
Kann deine Situation total verstehen - als Projektmanagerin kenne ich das mit schwankenden Workloads auch, wenn auch nicht ganz so extrem.
Bei Rürup hast du tatsächlich maximale Flexibilität bei den Einzahlungen! Du kannst jedes Jahr neu entscheiden, wieviel du einzahlst - von 0 bis zum Höchstbetrag (aktuell glaub ich ca. 27k). Das ist ja gerade der Vorteil gegenüber anderen Vorsorgeprodukten.
Für die Berechnung nutze ich immer Excel-Tabellen (bin halt Projektmanagerin 😅). Schau dir einfach deine letzten 3-5 Jahre an: Bei welchem Grenzsteuersatz warst du jeweils? In deinen guten Jahren mit 85k bist du vermutlich bei 42%, da lohnt sich jeder Euro Rürup richtig. In den schlechteren Jahren zahlst du halt weniger oder gar nichts ein.
Tipp: Leg dir einen Teil deiner guten Jahre auf ein Tagesgeldkonto und zahl das dann über mehrere Jahre verteilt in die Rürup ein - so kannst du den Steuervorteil optimaler nutzen, auch wenn mal ein schlechteres Jahr kommt.
Deine Steuerberaterin hat definitiv recht - gerade bei unregelmäßigen Einkommen ist Rürup super flexibel!