Hallo zusammen,
stehe vor einer interessanten Entscheidung und würde gerne eure Meinung dazu hören. Nach 15 Jahren im Bankwesen (derzeit Private Banking) überlege ich, eine größere Weiterbildung anzugehen. Zwei Optionen stehen zur Auswahl:
1) MBA an einer renommierten Uni - kostet etwa 45.000€, dauert 2 Jahre berufsbegleitend
2) Immobilienzertifikat (Certified Real Estate Analyst) - 8.000€, 8 Monate
Mein aktuelles Bruttogehalt liegt bei 85.000€ plus variable Vergütung. Die Bank würde bei beiden Varianten 50% der Kosten übernehmen, aber nur wenn ich mich für weitere 3 Jahre verpflichte.
Jetzt im Frühjahr plane ich normalerweise meine berufliche Entwicklung für die nächsten Jahre. Das Immobilienzertifikat würde gut zu meinen Kunden passen (viele Immobilieninvestoren), der MBA öffnet theoretisch mehr Türen in Richtung Management.
Bei meiner Erfahrung frage ich mich aber: Bringt das wirklich noch einen messbaren Gehaltssprung? Oder sollte ich das Geld lieber in ETFs stecken und auf praktische Erfahrung setzen?
Wie seht ihr das? Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?
Hallo,
aus meiner Sicht würde ich bei deiner Ausgangslage eher zum Immobilienzertifikat tendieren. 45k für einen MBA sind schon ne Hausnummer, und ehrlich gesagt - nach 15 Jahren Bankenerfahrung bringst du schon ordentlich Know-how mit.
Das Immobilienzertifikat passt perfekt zu deinem Kundenkreis und kostet nur einen Bruchteil. Damit kannst du direkt Mehrwert für deine Private Banking Kunden schaffen und dich als Spezialist positionieren. Das zahlt sich meist schneller aus als ein allgemeiner MBA.
Die 37k Differenz würde ich definitiv in ETFs stecken - bei einem 15-Jahres-Horizont und vernünftiger Diversifikation holst du da wahrscheinlich mehr raus als mit dem Gehaltssprung durch den MBA. Zumal du bei deinem Level eh schon gut verdienst.
Praktische Erfahrung + gezieltes Fachwissen + kluges Investieren hat bei mir besser funktioniert als teure Zertifikate. Aber das ist nur meine Erfahrung aus der IT-Beratung, kann im Banking anders sein.