Hallo zusammen,
ich bin Vollzeit-Ingenieur und überlege gerade, ob ich mir für ein kleines Nebenprojekt ein separates Geschäftskonto zulegen sollte. Es geht um gelegentliche Beratungsaufträge im Finanzbereich – nichts Großes, vielleicht 5-10k pro Jahr.
Meine Frage: Muss ich wirklich ein echtes Geschäftskonto eröffnen oder kann ich das anfangs über mein Privatgirokonto abwickeln? Bei den meisten Online-Banken zahle ich ja schon minimale Gebühren, und ein zusätzliches Konto bedeutet mehr Aufwand beim Tracking und der Kontoverwaltung.
Andererseits höre ich immer wieder von Steuerberatern, dass eine Trennung "sauberer" ist. Aber ist das wirklich notwendig bei dieser Größenordnung, oder ist das eher ein Thema für Vollzeit-Selbstständige?
Wie habt ihr das gelöst? Online-Konto oder doch zur Filialbank, um einen persönlichen Ansprechpartner zu haben? Und: Lohnt sich der Aufwand überhaupt bei kleinen Nebeneinnahmen?
Also ich würd sagen: Mach's einfach sauber von Anfang an. Ein paar Euro pro Monat sind die Nerven beim Jahresabschluss wert, glaub mir.
Marcus, mit 40 Jahren Bankenerfahrung kann ich dir sagen: Das kommt auf deine Buchhaltung an. Wenn du vom Anfang an sauber trennen möchtest – und das solltest du – dann ist ein separates Konto unverzichtbar. Nicht für die Bank, sondern für dein Finanzamt und deinen Steuerberater. Die werden es dir danken, wenn nicht jeden Monat Privatüberweisungen und Beratungshonorare wild gemischt sind. Eine Filialbank brauchst du dafür nicht, ein Online-Geschäftskonto reicht vollkommen aus. Kostet meist weniger und ist schneller eröffnet.