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Warum führen Sparkassen und VoBa plötzlich hohe Kontogebühren ein?

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Lukas Hartmann
Beiträge: 21
Themenstarter
(@l-hartmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#55]

Hallo zusammen,

mir ist aufgefallen, dass sowohl meine örtliche Sparkasse als auch die Volksbank neuerdings kräftig bei den Kontoführungsgebühren zulangt. Waren früher 2-3€ üblich, verlangen die jetzt zwischen 5-15€ monatlich! Das sind ja 60-180€ im Jahr nur fürs Girokonto.

Meine Sparkasse rechtfertigt das mit "gestiegenen Betriebskosten" und "Digitalisierungsinvestitionen". Gleichzeitig schließen die aber Filialen und drängen alle ins Online-Banking. Wo sind da die höheren Kosten?

Bei den aktuellen Sommerhitze denk ich eh über vieles nach - auch ob ich nicht gleich zur Direktbank wechseln sollte. DKB, ING oder comdirect bieten ja immer noch kostenlose Konten an. Aber ist das ein Trick? Werden die auch bald Gebühren einführen?

Hat jemand schon gewechselt und bereut es? Oder übersehe ich Vorteile der Filialbanken, die die Gebühren rechtfertigen? Bei 120€ jährlich könnte ich mir schon überlegen, das Geld anders zu investieren.

Was sind eure Erfahrungen mit dem Wechsel?


3 Antworten
Marco Techmann
Beiträge: 11
(@marco-tech)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Sehe das Problem etwas anders. Sparkassen und VoBa haben halt ein viel dichteres Filialnetz und Personal vor Ort. Das kostet nunmal. Direktbanken sparen sich das komplett.

Wenn man wirklich nur Standard-Banking braucht (überweisen, abheben), dann lohnt der Wechsel definitiv. Aber sobald du mal ne Baufinanzierung brauchst, Beratung für größere Summen oder auch nur einen Termin - dann stehst du bei Direktbanken oft im Regen.

Ich zahl lieber die 8€ bei meiner Sparkasse und weiß, dass ich bei Problemen einen Ansprechpartner hab. Hatte letztens schon diskutiert, dass Service manchmal wichtiger ist als der letzte Euro sparen.


Antwort
Marco Technowski
Beiträge: 12
(@marco-tech42)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Also ich bin letztes Jahr zur comdirect und finds top. Die Sparkasse wollte 10€ haben - das sind über 10 Jahre mehr als 1000€! Dafür kann ich mir schon ne schöne Klimaanlage kaufen bei der Hitze gerade 😅

Das Argument mit der Beratung ist aber bisschen überholt. Für ETFs, Tagesgeld usw. brauch ich keine Bankberatung - da werd ich eh nur über den Tisch gezogen mit teuren Produkten. Und Baufinanzierung mach ich sowieso über nen unabhängigen Makler.

Die kostenlosen Direktbanken werden bestimmt auch mal Gebühren einführen, aber dann wechsel ich halt wieder. Dauert ja nur 10 Minuten mit dem Kontowechselservice.


Antwort
Stefan H.
Beiträge: 16
(@s-hoffmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Die Gebührenexplosion bei Sparkassen und Volksbanken hat mehrere Gründe. Niedrigzinsphase hat deren Zinsmarge ruiniert - früher haben die am Spread zwischen Einlagen und Krediten verdient. Jetzt müssen sie das über Gebühren kompensieren.

Zum Wechsel: Hab vor zwei Jahren von der Kreissparkasse zur ING gewechselt und bereue es nicht. Läuft alles digital super, Girocard + Visa kostenlos, auch Bargeld bekommt man überall. Einziger Nachteil: Bei speziellen Finanzprodukten oder komplexeren Beratungen muss man sich anders organisieren.

Die kostenlosen Direktbanken werden wahrscheinlich auch irgendwann Gebühren einführen, aber momentan können die sich das Kundenwachstum noch leisten. Wie ich schon mal geschrieben hab, ist bei der Geldanlage eh Kostenbewusstsein wichtig - das gilt auch fürs Girokonto.


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