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Studentenkonto: Wann endet "kostenlos" wirklich und was sind Mindestanforderungen?

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Stefan Kellner
Beiträge: 18
Themenstarter
(@stefan92)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#126]

Hey Leute,

ich fang im Oktober mit dem Studium an (BWL, Präsenz) und check gerade die Kontooptionen durch. Bin bisher noch bei der Sparkasse meiner Eltern, also quasi noch kein eigenes Konto.

Jetzt hab ich mir verschiedene Studentenkonten angeschaut und bin ehrlich gesagt etwas verwirrt. Manche Banken werben mit "kostenlos für Studenten", aber wenn man die Bedingungen liest steckt da immer irgendwas drin: Mindestumsatz pro Monat, Mindestgeldeingang, oder das kostenlose endet automatisch mit 26 oder 27 Jahren – je nachdem wann man sich das erste Mal eingeschrieben hat oder nicht.

Mich interessiert hauptsächlich:
- Was sind aus eurer Sicht die wirklich fairen Mindestbedingungen, die eine Bank für ein kostenloses Studentenkonto stellen kann?
- Ab wann wird's "unverschämt"? Also z.B. 700€ Mindestgeldeingang als Student ist ja eigentlich lächerlich wenn man nebenbei vielleicht 300-400€ jobbt.
- Wie handhabt ihr das mit dem Ende des Studentenstatus? Kündigt die Bank einfach das kostenlose Modell oder gibt's eine Übergangsfrist?

Bin jetzt 18, hab keinen Bafög-Anspruch soweit ich weiß, und werde wohl mit Minijob + elterlicher Unterstützung auskommen. Für Auslandsreisen bräuchte ich nix Besonderes, höchstens mal ein Kurztrip.

Freue mich über echte Erfahrungen, keine Werbetexte!

Stefan


7 Antworten
Thomas Hartmann
Beiträge: 17
(@t-hartmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Da muss ich SparFuchs6787 ein bisschen widersprechen – der Hinweis "einfach vergleichen" klingt leichter als er ist, wenn man zum ersten Mal ein eigenes Konto eröffnet und nicht weiß wonach man überhaupt suchen soll.

Stefan, konkret zu deiner Frage nach der Übergangsfrist: In Deutschland gibt es keine gesetzlich vorgeschriebene Frist für sowas. Die Banken müssen lediglich die AGB-Änderung ankündigen, und da reichen oft zwei Monate. Wenn du also mit 27 plötzlich 8-10€ Kontoführung zahlen sollst, hast du im schlimmsten Fall nur 8 Wochen Zeit zu reagieren.

Mein Rat: Konto bei einer Direktbank ohne Mindestgeldeingang wählen, und schon im zweiten Studienjahr anfangen sich zu überlegen was danach kommt. Nicht erst wenn die Mail kommt.


Antwort
Thomas Keller
Beiträge: 9
(@thomas-keller)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich hab mich mit dem Thema Neobanken schon länger beschäftigt, auch im Kontext Geschäftskonten (dazu hab ich hier mal was geschrieben). Bei Privatkonten für Studenten ist die Frage ähnlich: Neobank oder klassische Direktbank?

Der Vorteil klassischer Direktbanken wie DKB oder ING: Die gibt's schon seit Jahren, die haben stabile Konditionen (auch wenn die sich gelegentlich verschlechtern), und du hast meistens einen telefonischen Support. Neobanken wie N26 oder Revolut bieten oft attraktivere Apps, aber die Zuverlässigkeit ist nicht immer dieselbe – das haben andere hier im Forum ja auch schon erlebt.

Für jemanden der gerade anfängt und keine Vorerfahrung mit eigenem Konto hat, würd ich persönlich zu einer klassischen Direktbank raten. Nicht weil Neobanken schlecht sind, sondern weil du erstmal die Grundlagen kennenlernen solltest bevor du dich auf App-only-Angebote verlässt.

Zur Hitzesaison übrigens noch ein Tipp ohne Bezug zu Finanzen: Wenn du bald in eine Studentenstadt ziehst, konto erstmal digital einrichten und nicht extra in die Filiale fahren – bei 35 Grad ist das kein Spaß 😄


Antwort
Lukas Weber
Beiträge: 9
(@l-weber26)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Hi Stefan, ich hab mich beruflich schon öfter mit Kontomodellen beschäftigt – ich komm eigentlich aus dem Handwerksbereich und hab da für mein Geschäftskonto einiges verglichen (wer mag: Geschäftskonto-Features für Handwerksbetrieb), aber Privatkonten funktionieren nach ähnlichem Prinzip.

Zum Mindestgeldeingang: 700€ ist für viele Studenten tatsächlich unrealistisch. Manche Banken verlangen das, manche nicht. DKB und ING haben das eine Zeit lang gelockert – ob das noch so gilt, musst du aber selbst aktuell checken, die Konditionen ändern sich öfter als man denkt.

Was ich wirklich fair finde: kein Mindestgeldeingang, kostenlose Debitkarte inklusive, und ein klares Datum wann's endet – am besten mit 6 Monaten Vorankündigung. Wenn die Bank einfach stillschweigend auf ein Bezahlmodell umschaltet ohne dich vorher zu informieren, ist das in meinen Augen eine Frechheit. Passiert aber leider.


Antwort
Helmut Krause
Beiträge: 9
(@sparfuchs6787)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich seh das ehrlich gesagt etwas pragmatischer als die anderen hier. "Fair" ist halt Ansichtssache – Banken sind keine Wohltätigkeitsorganisationen. Wenn sie kein Geld an dir verdienen, müssen sie irgendwo Bedingungen dranhängen.

Das heißt nicht dass du jeden Murks akzeptieren musst, aber ich würd weniger fragen "was ist fair" sondern einfach konkret vergleichen: Wer hat keine Mindestanforderungen? Wer hat kostenlose Abhebungen? Wer informiert rechtzeitig?

Für deine Situation (kein Bafög, Minijob, kein Auslandsbedarf) würde ich ehrlich gesagt erstmal schauen was ohne irgendwelche Bedingungen komplett kostenlos ist. Das gibt es tatsächlich noch, auch 2026. Einfach Vergleichsseiten nutzen und das Kleingedruckte selbst lesen statt auf Werbetexte zu vertrauen – das klingt banal aber die meisten überspringen das.


Antwort
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