Seite wählen

Benachrichtigungen
Alles löschen

Prepaid-Kreditkarte für meinen Teenager – sinnvoll oder Geldverschwendung?

2 Beiträge
2 Benutzer
2 Reactions
36 Ansichten
Martina K.
Beiträge: 8
Themenstarter
(@martina82)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#123]

Hallo zusammen,

ich bin gerade dabei, für meinen Sohn (14) eine vernünftige Lösung zum Thema Geld zu finden. Er bekommt seit diesem Jahr regelmäßig Taschengeld und möchte auch online manchmal kleinere Sachen kaufen – Spiele, Apps, das übliche halt. Bisher haben wir das immer über meine Karte gemacht, aber das wird mir auf Dauer zu unübersichtlich.

Jetzt habe ich mich etwas umgeschaut und bin auf verschiedene Prepaid-Kreditkarten gestoßen, die speziell für Jugendliche oder Kinder beworben werden. Manche haben Eltern-Apps, wo man den Kontostand im Blick behalten kann, Limits setzen kann usw.

Meine Fragen sind:
- Ist das wirklich sinnvoll, oder ist das eher Marketing für gestresste Eltern?
- Gibt es nennenswerte Unterschiede zwischen den Anbietern, auf die ich achten sollte?
- Lernen Kinder durch so eine Karte tatsächlich mehr Verantwortung im Umgang mit Geld, oder verführt das eher zum lockeren Ausgeben?

Wir fahren im Sommer auch ein paar Wochen weg, da wäre es praktisch wenn er vor Ort selbst kleinere Beträge bezahlen könnte, ohne dass ich jedes Mal die Karte rausrücken muss.

Bin für jeden Erfahrungsbericht dankbar, der über Werbeversprechen hinausgeht. Hat jemand von euch sowas bereits genutzt oder kennt die Stolperfallen aus eigener Erfahrung?

Danke schonmal!
Martina


1 Antwort
Sandra Hoffmann
Beiträge: 16
(@s-hoffmann26)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ehrlich gesagt bin ich da eigentlich nicht die typische Anlaufstelle – mein Alltag dreht sich eher um Geschäftskonten und Compliance-Fragen, z.B. hab ich mich in letzter Zeit viel mit Geschäftskonto-Strukturen für Startups befasst. Aber zum Thema Jugendliche und Prepaid kann ich trotzdem was sagen, weil ich das Prinzip grundsätzlich kenne.

Die Idee ist eigentlich solide: festes Limit, kein Überziehen möglich, Eltern behalten den Überblick. Das ist strukturell sinnvoll. Der Haken liegt meist in den Gebühren – manche Anbieter kassieren monatliche Grundgebühren, Aufladepauschalen oder Inaktivitätsgebühren, die sich über ein Jahr addieren. Da lohnt sich wirklich ein genauer Vergleich der Konditionen, nicht nur der Features.

Zum Thema 'lernt er dadurch Verantwortung': das hängt meiner Meinung nach weniger von der Karte ab als davon, ob ihr das Thema aktiv begleitet. Eine Karte allein erzieht niemanden. Wenn ihr aber regelmäßig draufschaut, was er ausgegeben hat und das gemeinsam besprecht, kann es tatsächlich ein gutes Lernwerkzeug sein.

Für den Urlaub im Sommer macht es auf jeden Fall Sinn, zumindest probieren – schlimmstenfalls kündigt ihr wieder.


Antwort
Teilen: