Klaus, ich verstehe deine Sorge, aber ich sehe ZBB weniger als Zwangsjacke – eher als Orientierungspunkt. Ich arbeite mit einer vereinfachten Version: Fixkosten, variable Kosten, Sparbetrag für ETFs, Rest für Puffer. Unregelmäßige Ausgaben wie Reparaturen kalkuliere ich monatlich ein, indem ich das Jahresbudget dafür durch 12 teile. Das spart mir viel Kopfzerbrechen. Bei meinem dichten Projektmanager-Alltag brauche ich Einfachheit – zu komplexe Systeme nutze ich sowieso nicht konsequent.
Hier muss ich ehrlich Einspruch erheben: ZBB-Purismus ist oft übertrieben. Die Idee, dass am Monatsende tatsächlich 0 € übrig sein soll, funktioniert in der Realität nicht gut – vor allem nicht für Normalverdiener. Besser ist ein flexibler Puffer, der absorbiert, dass die Welt nicht plan läuft. Versicherungen kannst du monatlich einteilen, ja, aber vergiss nicht: Je komplexer dein System, desto wahrscheinlicher gibst du es auf. Skeptisch bin ich auch bei Apps, die Dir versprechen, das komplett zu automatisieren – meist kosten sie mehr, als sie sparen.