Guten Tag zusammen,
ich bin seit einigen Jahren Rentner und beschäftige mich in letzter Zeit intensiver mit Finanzthemen – auch weil ich im Forum viel Interessantes lese. Nun möchte ich gerne eine Frage stellen, die mich schon länger beschäftigt, auch wenn sie für mich persönlich eher theoretischer Natur ist.
Meine Frau und ich führen seit Jahrzehnten ein gemeinsames Konto, von dem alle Ausgaben bezahlt werden. Das hat bei uns immer gut funktioniert, weil wir beide wissen, was hereinkommt und was hinausgeht. Aber ich frage mich, ob das heutzutage noch zeitgemäß ist. Man liest ja immer öfter, dass jüngere Paare lieber getrennte Konten führen und nur für gemeinsame Ausgaben ein gemeinschaftliches Konto haben.
Gerade jetzt im Sommer, wo wir unsere Urlaubsplanung machen und auch noch überlegen, ob wir uns ein Klimagerät für das Schlafzimmer anschaffen – da merkt man, dass solche größeren Ausgaben doch Abstimmungsbedarf erfordern. Bei uns ist das kein Problem, aber ich kann mir vorstellen, dass das bei getrennten Konten komplizierter wird.
Mich würde interessieren: Welches Modell habt ihr gewählt und warum? Was sind die Vor- und Nachteile aus eurer Erfahrung? Gibt es eine Methode, die sich bei Paaren mit unterschiedlich hohem Einkommen bewährt hat? Ich freue mich auf eure Erfahrungsberichte.
Mit freundlichen Grüßen,
Werner H.
Hallo Werner,
interessante Frage, auch wenn ich ehrlich gesagt eher aus der Investoren-Ecke komme als aus der Haushaltsplanung. Aber zum Thema Kontomodelle kann ich kurz was sagen.
Ich kenne das Drei-Konten-Modell von befreundeten Paaren – also zwei getrennte plus ein gemeinsames für Miete, Strom usw. Das funktioniert wohl gut, wenn beide ähnlich verdienen. Bei unterschiedlichem Einkommen wird's komplizierter, da hab ich mitgekriegt dass manche dann prozentual einzahlen statt 50/50, also jeder zahlt z.B. 40% seines Nettos ins gemeinsame Topf.
Aber ehrlich gesagt klingt euer Modell für mich pragmatisch und bewährt. Wenn beide transparent miteinander sind und es seit Jahrzehnten klappt, würd ich da nichts ohne konkreten Anlass ändern. Das Drei-Konten-Modell macht vor allem Sinn wenn man früh damit anfängt und beide ein gewisses Bedürfnis nach finanzieller Eigenständigkeit haben.
Viel Erfolg bei der Urlaubsplanung!