Hallo zusammen,
ich beschäftige mich gerade intensiv mit dem Thema Rohstoff-Investments und bin über den Begriff "Urban Mining" gestolpert. Die Idee dahinter klingt ja erstmal super: Statt immer neue Minen zu erschließen, holt man sich die wertvollen Metalle aus alten Handys, Computern und anderem Elektroschrott.
Jetzt plane ich für die Sommermonate mal richtig Zeit zu investieren, um mein Portfolio umzubauen. Bisher hatte ich hauptsächlich klassische Bergbau-Titel im Blick, aber Urban Mining Unternehmen scheinen ja eine ganz andere Herangehensweise zu haben.
Meine Frage: Seht ihr Urban Mining wirklich als ernsthafte Alternative zu traditionellen Minenaktien? Oder ist das eher noch Zukunftsmusik? Ich meine, die Mengen an Gold, Silber und Seltenen Erden, die in unserem ganzen Elektroschrott schlummern, sollen ja enorm sein.
Welche Unternehmen in dem Bereich habt ihr denn auf dem Schirm? Und wie schätzt ihr die Profitabilität ein im Vergleich zu etablierten Bergbaukonzernen? Bin für jeden Input dankbar!
Hey ClaudiaK,
interessantes Thema! Ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit alternativen Rohstoffstrategien und Urban Mining ist definitiv ein Wachstumsbereich. Die Zahlen sind beeindruckend - eine Tonne Handys enthält mehr Gold als eine Tonne Erz aus vielen Minen.
Allerdings ist die Sache komplizierter als sie klingt. Die Sammel- und Aufbereitungsprozesse sind noch sehr energieintensiv und teuer. Viele Urban Mining Unternehmen kämpfen noch mit der Skalierung. Hab mich vor einigen Monaten schon mal mit nachhaltigen Investments beschäftigt, und da war Urban Mining auch Thema.
Mein Ansatz: Kleinere Position als Beimischung, aber nicht als Kern-Investment. Umicore aus Belgien ist ganz interessant, die machen schon länger Batterie-Recycling. Aber ehrlich gesagt würde ich erstmal 70-80% in bewährte Bergbauaktien stecken und nur 20-30% in die "Zukunftstechnologien". Was denkst du denn?