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EU Critical Raw Materials Act - profitieren deutsche Bergbauunternehmen?

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Claudia K.
Beiträge: 1
Themenstarter
(@claudiak42)
New Member
Beigetreten: Vor 10 Stunden
[#38]

Hallo zusammen!

Nach 15 Jahren Familienpause steige ich gerade wieder ins Berufsleben ein und beschäftige mich intensiv mit verschiedenen Geldanlagemöglichkeiten. Dabei bin ich auf das Thema Rohstoffe gestoßen und frage mich, ob der europäische Critical Raw Materials Act deutsche Unternehmen wie K+S oder SGL Carbon langfristig beflügeln könnte.

Ich hab gelesen, dass die EU bis 2030 ihre Abhängigkeit von kritischen Rohstoffen aus China und anderen Ländern reduzieren will. Gleichzeitig sollen heimische Förderung und Recycling gestärkt werden. Das klingt ja erstmal gut für deutsche Bergbauunternehmen, oder?

Bei K+S denke ich an Kali und andere Düngemittel, bei SGL Carbon an Graphit und Spezialmaterialien. Beide könnten doch theoretisch von einer "Regionalisierung" der Lieferketten profitieren? Andererseits sind die Produktionskosten in Deutschland ja deutlich höher als in vielen anderen Ländern.

Wie schätzt ihr das ein? Ist das eine realistische Chance für diese Unternehmen oder eher politisches Wunschdenken? Würde mich über eure Einschätzungen freuen, bevor ich eventuell investiere.

Viele Grüße
Claudia


1 Antwort
Andreas W.
Beiträge: 8
(@andreas-weber)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Woche

Hi Claudia,

willkommen zurück am Markt! Das Thema Critical Materials Act beschäftigt mich auch schon länger. Du hast recht - theoretisch sollten deutsche Unternehmen profitieren, aber in der Praxis ist es komplizierter.

Bei K+S bin ich eher skeptisch. Die haben massive Probleme mit hohen Energiekosten und der Konkurrenz aus Russland/Belarus. Kali ist zwar wichtig, aber nicht wirklich "kritisch" im Sinne des Acts - da geht's eher um Seltene Erden, Lithium etc.

SGL Carbon ist interessanter, weil Graphit tatsächlich auf der kritischen Liste steht. Aber auch da: die Chinesen dominieren den Markt mit 80%+ Marktanteil und viel niedrigeren Kosten.

Meine Erfahrung nach 15 Jahren investieren: bei solchen politischen Initiativen dauert alles länger und wird teurer als geplant. Ich würde eher breit gestreut in Rohstoff-ETFs gehen statt auf einzelne deutsche Player zu setzen. Die Kosten hier sind einfach ein Killer.

Falls Einzelaktien, dann eher mal Richtung Recycling-Unternehmen schauen - das hat im Act mehr Substanz als neue Minen.

LG Andreas


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