Guten Tag zusammen,
als Bankkaufmann beschäftige ich mich seit Jahren mit Sparplan-Strukturen und bin jetzt auf eine Frage gestoßen, die ich gerne mit euch diskutieren möchte. Viele Anleger setzen auf thesaurierende ETFs und verlassen sich darauf, dass die Reinvestition automatisch läuft. Aber ich sehe in der Praxis immer wieder Kunden, die nicht wirklich verstehen, was da passiert – und ob das für ihre konkrete Situation optimal ist.
Meine Überlegung: Wenn ich einen 500-Euro-Sparplan laufen habe, ist die automatische Thesaurierung natürlich komfortabel. Aber kostet mich diese Bequemlichkeit am Ende nicht doch Rendite durch Timing-Verluste? Und wann macht es überhaupt Sinn, bewusst zu ausschüttenden ETFs zu greifen, um selbst zu entscheiden, wann ich reinvestiere?
Ich kenne die Theorie – aber mich interessiert: Wie handhaben das andere hier konkret? Habt ihr bewusst zwischen thesaurierend und ausschüttend gewählt, oder ist das einfach ein Detail, das man nicht zu ernst nehmen sollte?
Freue mich auf eure Erfahrungen und Argumente.
Gute Überlegung, Martin. Ich bin gerade dabei, mein Depot nach meiner Auszeit neu zu strukturieren, und bin auf dieselbe Frage gestoßen – allerdings eher aus Budgetperspektive. Für mich persönlich hat sich thesaurierend bewährt, weil ich die ausgeschütteten Dividenden sonst in die Haushaltskasse fließen lassen würde statt sie automatisch zu reinvestieren. Das ist wahrscheinlich eine psychologische Komponente, aber nicht zu unterschätzen, wenn man systematisch sparen will. Meine Strategie: Core-Position thesaurierend, und nur wenn ich bewusst zusparen kann, dann auch mal bewusst ausschüttend dazu.