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Kredit als Freiberufler: Wie gebe ich der Bank Sicherheit bei wechselndem Einkommen?

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Tobias Kern
Beiträge: 2
Themenstarter
(@tobiaskern)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat
[#75]

Hallo zusammen,

ich bin relativ neu hier und versuche gerade, meine finanzielle Situation besser zu verstehen. Ich arbeite als Freiberufler und möchte langfristig Vermögen aufbauen – gedacht habe ich da an eine kleine Immobilie oder auch Edelmetalle als Sachwerte.

Mein Problem: Mein monatliches Einkommen schwankt erheblich. Im Sommer läuft's gut, aber in den Wintermonaten kann es deutlich weniger sein. Jetzt möchte ich einen Kredit aufnehmen, um erstmal in ein Mehrfamilienhaus als Kapitalanlage zu gehen – ungefähr 150.000 Euro.

Bei der ersten Bankberatung hat mir der Berater gesagt, dass sie mein Einkommen nur zu 70% anrechnen, und selbst dann wollen sie drei Jahre Steuererklärungen sehen. Ein anderer Kreditvermittler hat mir hingegen eine Finanzierung mit "vereinfachten Unterlagen" angeboten – da bin ich aber unsicher, ob das seriös ist.

Wie gehen andere Selbstständige und Freiberufler hier vor? Gibt es Tricks, wie man die Bonität für die Bank attraktiver macht? Sollte ich eher auf einen spezialisierten Kreditgeber für Selbstständige gehen oder meine Hausbank versuchen?

Freue mich auf eure Erfahrungen!


2 Antworten
Thomas Kellner
Beiträge: 6
(@thomask94)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Das kenne ich gut aus meinen Immobilienprojekten. Bei variablem Einkommen ist die Einkünfteermittlung tatsächlich der Knackpunkt. Die 70%-Regel ist Standard, manche Banken gehen auch auf 80%, wenn du nachweisen kannst, dass deine Aufträge stabil sind – langfristige Kundenverträge helfen da extrem. Für dein Mehrfamilienhaus-Projekt: Ich würde dir empfehlen, nicht nur die Hausbank zu fragen, sondern Spezialfinanzierer wie Dr. Klein zu kontaktieren. Die kennen sich mit Freiberuflern aus und sind flexibler bei der Einkommensprüfung. Wichtig: Lege eine aussagekräftige BWA (Betriebswirtschaftliche Auswertung) vor und zeige deine letzten 3 Jahre Steuererklärungen. Der Immobilienkredit selbst wird dann oft besser bewertet als reine Konsumkredite, weil die Immobilie die Sicherheit ist.


Antwort
Wolfgang Bauer
Beiträge: 12
(@wolfgang-bauer)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Guter Punkt, dass dich das beschäftigt. Für Selbstständige ist das echt schwierig mit den Krediten. Aus meinen Jahren als Berater würde ich dir folgende Struktur empfehlen: Erstens, baue dir einen Notgroschen auf – mindestens 3 bis 6 Monatsausgaben. Das zeigt der Bank Stabilität. Zweitens, belege dein Einkommen mit gesicherten Kundenverträgen, nicht nur mit den Steuererklärungen. Drittens, bei der Immobilienfinanzierung werden deine Mieteinnahmenerwartungen auch berücksichtigt – das wirkt positiv auf die Gesamtkalkulation. Die 70%-Regel ist Standard, aber mit guter Vorbereitung bekommst du bessere Konditionen.


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