Hallo zusammen,
ich plane für diesen Sommer eine 12 kWp PV-Anlage auf unserem Einfamilienhaus. Die Kostenvoranschläge liegen bei ca. 18.000€ inkl. Installation. Da ich als Projektmanager ständig Zahlen jongliere, will ich natürlich die optimale Finanzierung finden.
Meine Hausbank bietet mir einen Kredit zu 3,8% mit Sondertilgungsmöglichkeit von bis zu 10% jährlich. Der KfW-Kredit 270 liegt aktuell bei 2,9%, aber ohne Sondertilgung.
Nach dem schwachen Winter (Stromrechnung war trotz Wärmepumpe happig) will ich endlich unabhängiger werden. Mein Verbrauch liegt bei etwa 5.500 kWh/Jahr.
Bei der Hausbank könnte ich durch mein variables Einkommen als PM durchaus 2-3.000€ jährlich extra tilgen. Aber ist der Zinsvorteil der KfW nicht trotzdem besser?
Hat jemand schon mal beide Varianten durchgerechnet? Welche versteckten Kosten gibt es beim KfW-Kredit? Und wie sieht's mit der Bearbeitungszeit aus?
Danke für eure Erfahrungen!
Tom
Hi Tom,
habe vor 3 Jahren eine ähnliche Entscheidung getroffen und bin bei der KfW gelandet. Der Zinsunterschied ist einfach zu verlockend - fast 1% macht über die Laufzeit schon ordentlich was aus.
Versteckte Kosten bei der KfW gibt es eigentlich keine, aber die Bearbeitungszeit ist wirklich träge. Bei mir waren es damals knapp 6 Wochen bis zur Zusage. Musste zwischenzeitlich sogar nochmal Unterlagen nachreichen.
Deine Sondertilgung bei der Hausbank ist natürlich verlockend, aber ehrlich gesagt würde ich das Geld lieber in ETFs stecken. Bei 6-7% durchschnittlicher Rendite machst du mehr Plus als die 0,9% Zinsdifferenz kosten. So hab ich's gemacht und bin sehr zufrieden damit.
Einziger Nachteil bei KfW: du bist etwas weniger flexibel. Aber bei deinem geregelten Einkommen als PM sollte das kein Problem sein.
Mein Tipp: Nimm die KfW und investiere das gesparte Geld vernünftig. Rechnet sich definitiv besser als Sondertilgung.
Gruß
Andreas