Hey zusammen,
ich optimiere gerade mein Budget-Setup für den Sommer – habe ein paar Ausgaben durch Klimaanlage und Urlaubsplanung neu kalkuliert und dabei festgestellt, dass ich einen Teil meines freien Kapitals noch nicht besonders effizient einsetze. P2P-Kredite stehen schon länger auf meiner Liste, ich bin aber bisher nie wirklich reingekommen.
Mein eigentliches Problem: Ich suche weniger eine grundsätzliche Einschätzung zu P2P an sich, sondern interessiere mich vor allem dafür, wie man das halbwegs datengetrieben und automatisiert managen kann. Ich nutze aktuell YNAB und ein selbstgebautes Google Sheets-Dashboard, in dem ich alle Cashflows tracke. Jetzt frage ich mich, ob P2P-Plattformen überhaupt vernünftige API-Schnittstellen oder Export-Funktionen bieten, damit ich das sauber in mein Tracking integrieren kann.
Habe mal Mintos und Bondora angeschaut – Mintos wirkt auf mich datentechnisch zugänglicher, aber ich weiß nicht, ob das täuscht. Bondora Go & Grow ist verlockend wegen der Einfachheit, aber ich misstraue Sachen, die ich nicht vollständig tracken kann.
Was nutzt ihr so für Tools? Gibt es Plattformen, bei denen Transparenz und Datenexport wirklich funktionieren? Und wie schätzt ihr aktuell das Risikoprofil ein – gerade mit Blick auf die wirtschaftliche Lage in Osteuropa, wo viele der Kreditnehmer sitzen?
Danke!
Aus meiner Erfahrung im Finanzbereich: Mintos hat tatsächlich eine der besseren Datenzugänge in diesem Segment. Du kannst über den Account-Bereich relativ granulare CSV-Exporte ziehen – Cashflows, Zinszahlungen, Rückflüsse separat. Für Google Sheets reicht das meistens, wenn man ein bisschen mit IMPORTDATA oder einem kleinen Skript nachhilft. Eine echte öffentliche API gibt es aber auch dort nicht out-of-the-box, zumindest nicht für Privatanleger.
Bondora Go & Grow würde ich in deiner Situation links liegen lassen – du bekommst da einfach zu wenig Transparenz über das zugrundeliegende Portfolio. Das ist für deinen datengetriebenen Ansatz kontraproduktiv.
Was das Risikoprofil angeht: Osteuropa ist momentan tatsächlich kein entspanntes Terrain. Inflation, teilweise schwächelnde Arbeitsmärkte in bestimmten Regionen, dazu die geopolitische Unsicherheit – das sehe ich nach 15 Jahren im Sektor mit mehr Respekt als früher. Ich würde den Anteil am Gesamtportfolio bewusst deckeln, so 5-8% maximal, und das als Renditebaustein betrachten, nicht als Basis.