Heinrich, nach 25 Jahren als Bankangestellter meine klare Empfehlung: Bei drei oder mehr eigenständigen Einkommensströmen separate Konten. Der Grund ist nicht die Buchhaltungssoftware – die kann das auseinandernehmen – sondern die Plausibilität deiner Aufzeichnungen. Finanzamt und Prüfer sehen auf den ersten Blick, dass deine Projekte sauber getrennt sind. Das spart dir später Diskussionen. Und psychologisch: Es motiviert mehr, wenn jedes Projekt sein eigenes Konto hat. Das ist meine Erfahrung.
Ehrlich gesagt halte ich bei Einzelunternehmern die Überkompartimentalisierung für übertrieben. Du schaffst dir Komplexität für ein Problem, das gar nicht existiert, wenn deine Buchhaltung sauber ist. Was hingegen hilft: Klare Kategorisierung der Zahlungsströme. Dazu brauchst du kein zweites Konto, sondern nur eine strukturierte Rechnungslegung. Die ganze Branche verdient an eurer Nervosität – das ist meine kritische Anmerkung dazu.