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Geschäftskonto eröffnen: Welche Unterlagen brauche ich?

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Klaus Müller
Beiträge: 17
Themenstarter
(@skeptikerk47)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#134]

Hallo zusammen,

ich stehe gerade vor der Aufgabe, erstmals ein Geschäftskonto für meine Einzelunternehmung zu eröffnen – und stoße dabei auf das übliche Chaos aus widersprüchlichen Informationen. Die Banken listen auf ihren Webseiten natürlich nur das Minimum, während man in diversen Foren liest, dass nachträglich noch allerlei Dokumente angefordert werden.

Ich frage mich konkret: Was sind die typischen Unterlagen, die Banken tatsächlich verlangen – und zwar vollständig, nicht nur das, was auf der Hochglanz-Webseite steht? Ich rede von Personalausweis und Gewerbeanmeldung, klar. Aber was ist mit Steuernummer, Transparenzregister-Auszug, Jahresabschlüssen oder Einnahmenüberschussrechnung? Manche Banken sollen auch SCHUFA-Auskunft einfordern, andere angeblich nicht.

Besonders skeptisch bin ich, was die großen Filialbanken angeht. Meine Erfahrung mit deren angeblich 'einfachen' Prozessen ist, dass man erst drei Wochen wartet und dann doch wieder Dokumente nachreichen soll. Online-Direktbanken klingen verlockend, aber ich frage mich, ob die wirklich weniger Bürokratie bedeuten oder nur eine andere Art davon.

Falls jemand das kürzlich selbst durchgemacht hat – gern auch mit konkreten Erfahrungen zu einzelnen Banken. Was war einfacher als erwartet, was hat überraschend lange gedauert?

Danke schon mal,
Klaus


5 Antworten
Marco Kellner
Beiträge: 6
(@marco_8782)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich hab das vor ein paar Monaten für ein Nebenprojekt durchgezogen und kann kurz berichten. Bei einer Direktbank (Kontist damals, inzwischen bin ich gewechselt) lief das überraschend reibungslos: Personalausweis per Video-Ident, Gewerbeanmeldung hochladen, Steuernummer angeben – fertig. Kein Jahresabschluss, keine Einnahmenüberschussrechnung. Das war wohlgemerkt als Einzelunternehmer.

Bei einer regionalen Volksbank, die ich vorher angefragt hatte, sah das ganz anders aus: Die wollten tatsächlich einen Businessplan, die letzten zwei Einkommensteuerbescheide UND eine Selbstauskunft. Für ein simples Konto. Das ist mir ehrlich gesagt zu viel Aufwand für zu wenig Gegenwert – zumal man dafür dann Gebühren zahlt, die ich aus strategischer Sicht kaum rechtfertigen kann. Der Unterschied zwischen Filialbank und Direktbank war hier wirklich enorm.

Dein Punkt zur Bürokratie bei Filialbanken trifft es. Für einen Einzelunternehmer ohne komplexe Struktur würd ich immer zuerst die digitalen Anbieter anschauen.


Antwort
Markus Keller
Beiträge: 4
(@markus_k_1988)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich hab mich mit dem Thema auch mal beschäftigt, nachdem ich hier über Zinsen auf Geschäftskonten diskutiert hatte. Grundsätzlich gilt: Je simpler die Rechtsform, desto weniger Papierkram. Als Einzelunternehmer oder Freiberufler reichen bei den meisten Online-Banken wirklich nur Ausweis, Gewerbeschein (oder Freistellungsbescheinigung beim Freiberufler) und Steuernummer.

SCHUFA wird fast überall abgefragt – das ist eigentlich Standard, auch wenn's manche Anbieter in den Bedingungen nicht groß betonen. Transparenzregister-Auszug brauchst du als Einzelunternehmer in der Regel nicht, das wird relevanter bei GmbHs oder UGs.

Was mich bei deiner Frage etwas wundert: Du schreibst, du machst lieber eigene Recherche statt Mainstream-Empfehlungen zu folgen – aber genau das was du fragst, lässt sich eigentlich gut selbst prüfen, indem man bei 2-3 Direktbanken direkt die Antragsstrecke ansimuliert. Da siehst du live was gefragt wird, ohne anzufragen.


Antwort
Stefan Mueller
Beiträge: 8
(@stefan-mueller7)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich sehe das ähnlich wie die anderen hier, möchte aber einen Punkt ergänzen den ich für strategisch wichtig halte: Überleg dir schon vor der Eröffnung, ob du später einen Kontokorrentkredit oder andere Finanzierungsoptionen brauchst. Wenn ja, dann kann es sich lohnen, von Anfang an eine Bank zu wählen die das aktiv anbietet – und bei denen sind die Unterlagenangaben meist von Beginn an umfangreicher.

Ich hab beruflich viel mit Projektplannung zu tun und das Prinzip ist dasselbe: Wenn du weißt wo du in 12-24 Monaten hinwillst, kannst du heute bessere Entscheidungen treffen. Eine Direktbank die schnell eröffnet aber wenig Spielraum bietet, kann später ein Engpass werden.

Für den reinen Einstieg ohne Kreditbedarf würde ich trotzdem erstmal digital gehen. Der Wechsel später ist kein Riesenprojekt, wie ich gelernt hab – aber der Aufwand ist nicht null, also lieber einmal richtig überlegen.


Antwort
Marco Kellner
Beiträge: 15
(@marco_198792)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Kurz und knapp: Personalausweis, Gewerbeanmeldung, Steuernummer – das reicht bei 90% der Direktbanken für Einzelunternehmer. SCHUFA wird still im Hintergrund gemacht, da hast du keinen Einfluss drauf.


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