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Geschäftskonto als Freelancer: Ab wann lohnt sich der Aufwand wirklich?

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Thomas B.
Beiträge: 0
Themenstarter
(@t-bergmann46)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#190]

Hallo zusammen,

ich bin seit etwa zwei Jahren als Freelancer tätig (nebenberuflich neben meinem Hauptjob) und verdiene damit monatlich zwischen 800 und 1500 Euro. Bislang nutze ich mein normales Privatkonto, und ehrlich gesagt funktioniert das ganz gut – ich überweise einfach alles drauf, mache am Jahresende eine Auswertung für die Steuererklärung.

Jetzt habe ich mehrfach gelesen, dass man als Freelancer "unbedingt" ein separates Geschäftskonto brauchen soll. Aber wenn ich mir die Gebühren anschaue (monatlich 5-10 Euro), rechnet sich das bei meinem Umsatz einfach nicht. Außerdem bin ich nicht ins Handelsregister eingetragen und habe auch vor, es nicht zu tun – ist ein Geschäftskonto dann überhaupt sinnvoll?

Meine Frage: Ist das wirklich eine rechtliche Pflicht, die mir um die Ohren fliegen kann, oder ist es eher eine "Best Practice"-Empfehlung, die vor allem für größere Unternehmen relevant ist? Und vor allem: Ab welchem Einkommen würde es sich finanziell überhaupt lohnen?

Ich möchte realistische Antworten, keine Sales-Pitch-Aussagen von Bankvertreter:innen.


1 Antwort
Tobias B.
Beiträge: 1
(@t-brinkmann48)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Hey Thomas B.,

aus meiner Erfahrung mit der Steuererklärung kann ich dir sagen: Bei deinem Umsatz ist es definitiv keine rechtliche Pflicht. Das Geschäftskonto ist eher eine Empfehlung für die Buchhaltung und zum Nachweis gegenüber dem Finanzamt – aber ob das bei 800-1500 Euro monatlich nötig ist, würde ich eher verneinen.

Ehrlich gesagt funktioniert dein System mit dem Privatkonto völlig fine, solange du ordentlich dokumentierst und die Einnahmen in der Steuererklärung vollständig angibst. Das Finanzamt interessiert sich mehr für die Vollständigkeit als für die Art des Kontos.

Die monatlichen Gebühren würden sich erst lohnen, wenn du deutlich höhere Beträge bewegst – ich würde sagen ab ca. 3000-5000 Euro monatlich könnte es organisatorisch sinnvoll werden. Vorher zahlst du einfach nur dafür, dass deine Buchhaltung theoretisch sauberer aussieht.

Mein Tipp: Bleib erstmal beim Privatkonto und spar dir die Gebühren. Wenn deine Nebentätigkeit später mal deutlich größer wird, kannst du immer noch umsteigen.


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