Das ist tatsächlich ein guter Vergleichsansatz – ähnlich wie ich es bei Kreditrechnern mache. Ich hab systematisch verschiedene Supermärkte verglichen und die Erkenntnis: Die Eigenmarken-Ersparnis ist stärker als Marketing-Effekt als echte Kostenersparnis. Bei Basis-Produkten (Teigwaren, Reis, Konserven) spart man real 15-25%, aber bei Premium-Ersatz-Produkten ("Bio"-Eigenmarke, hochwertige Soßen) verschwindet der Vorteil fast ganz. Lohnt sich also nur bei echten Basics – nicht bei allem.
Zu deinem Punkt mit dem Kleingedruckten – genauso ist es auch bei Eigenmarken-Versprechen. Oft versteckt sich da Marketing-Geschick dahinter. Real lohnt sich der Wechsel bei Universalprodukten: Öl, Mehl, Konserven, Tiefkühl-Basics. Bei verarbeiteten Produkten würde ich skeptisch bleiben. Und beachte: Manche "Spar"-Marken sind Eigenkonstruktionen der Discounter – da gibt es auch wieder Qualitätsunterschiede. Preisvergleich pro 100g oder Liter ist dein Freund, nicht nur der absolute Preis.
Gute Beobachtung. Ich tracke sowas leider nicht systematisch – als Ingenieur fehlt mir einfach die Zeit für detailliertes Haushaltstracking. Aber intuitiv: Eigenmarke bei Dingen, wo Qualität egal ist (Zucker, Mehl). Marke bei Dingen, wo ich merke, dass die Eigenmarke schlechter ist. Die Zeitersparnis durch weniger Vergleicherei ist mir fast wichtiger als die paar Euro.
Das erinnert mich an meine Bankzeit – bei Renditen ist es ähnlich wie bei Produktqualität. Langfristig zahlt sich eine durchdachte Strategie aus. Bei Eigenmarken würde ich sagen: Sie sind sinnvoll als Basis-Strategie für sichere Kategorien, aber nicht überall. Qualität und Haltbarkeit sollten bei der Ruhestandsplanung des Haushalts genauso eine Rolle spielen wie beim Depot – es geht um Balance.