Seite wählen

Platin vs. Palladiu...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Platin vs. Palladium: Welches Metall hat mehr Potenzial?

7 Beiträge
7 Benutzer
19 Reactions
58 Ansichten
Stefan Mueller
Beiträge: 8
Themenstarter
(@stefan-mueller7)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten
[#133]

Hallo zusammen,

ich beschäftige mich seit ein paar Wochen intensiver mit Edelmetallen als mögliche Depotbeimischung für meine Altersvorsorge. Gold und Silber habe ich grundsätzlich verstanden, aber bei Platin und Palladium tue ich mich ehrlich gesagt schwer, die Fundamentaldaten wirklich einzuordnen.

Mein Hintergrund: Ich bin Projektmanager im Tech-Bereich und versuche, mein Depot strategisch aufzubauen – langfristig orientiert, mit Fokus auf Altersvorsorge. Rohstoffe sehe ich als kleine Beimischung, vielleicht 5-8% des Gesamtdepots.

Was mich konkret beschäftigt: Palladium hat ja in den letzten Jahren einen massiven Einbruch erlebt, nachdem es zwischenzeitlich Gold überholt hatte. Das hat vor allem mit dem Rückgang von Benzinmotoren und der E-Mobilität zu tun, soweit ich das verstehe. Gleichzeitig lese ich, dass Platin in der Wasserstoffwirtschaft und bei Brennstoffzellen eine zentrale Rolle spielen könnte.

Andererseits frage ich mich: Ist das mit dem Wasserstoff-Thema nicht ein bisschen zu weit in der Zukunft gedacht, um heute schon zu investieren? Und wie relevant ist der Automobilsektor noch für beide Metalle mittelfristig?

Gibt es hier Leute, die sich damit schon länger beschäftigen und vielleicht einschätzen können, welches der beiden Metalle unter dem Strich mehr Potenzial hat – oder ob das überhaupt ein sinnvoller Vergleich ist?

Danke schon mal!
Stefan


Schlagwörter für Thema
6 Antworten
Stefan Kowalski
Beiträge: 9
(@stefan9268)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich muss ehrlich gestehen, dass mir Platin und Palladium bisher kaum ein Begriff waren – ich orientiere mich hier gerade selbst neu im Finanzbereich. Hatte zuletzt ganz andere Baustellen, wie ich im BU-Thread beschrieben hab.

Aber die Diskussion hier finde ich sehr aufschlussreich. Was ich mitnehme: Für Einsteiger wie mich klingen diese speziellen Metalle eher nach einer fortgeschrittenen Ergänzung, nicht nach dem ersten Schritt. Erst mal die Grundlagen festigen, oder?


Antwort
Marco K.
Beiträge: 8
(@etfneuling29)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Gute Frage, Stefan. Ich kenn das Thema aus meiner Zeit im Bankwesen noch aus einer ganz anderen Perspektive – Platin galt mal als das "Premium-Edelmetall" schlechthin, teurer als Gold, und Palladium war eher ein Nischenthema.

Das hat sich komplett gedreht. Palladium hat durch den Abgasskandal und die verschärften Emissionsnormen zeitweise extrem profitiert – Automobilhersteller haben die Nachfrage nach Palladium für Benzinkatalysatoren massiv hochgeschraubt. Dieser Rückenwind ist jetzt weg, und er kommt wahrscheinlich nicht wieder.

Platin hat aus meiner Sicht das bessere langfristige Setup: günstiger bewertet als historisch normal, mögliche Neunachfrage durch Wasserstoff, und es kann in der Schmuckindustrie und Industrie breiter eingesetzt werden. Der Zeitpunkt ist dabei schwer zu treffen – das gilt für alle Rohstoffe.

Für ein Altersvorsorgedepot würde ich nie mehr als 5% in so spezifische Einzelrohstoffe stecken. Und ich würde mir gut überlegen, ob ein breit gestreuter Rohstoff-ETF nicht die nervenschonendere Alternative ist. Platin allein kann jahrelang seitwärts laufen – das muss man aushalten können.


Antwort
Werner Kleinmann
Beiträge: 16
(@sparfuchs68)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Ich sag's mal direkt aus meiner Erfahrung: Diese Metalle sind nichts für schwache Nerven. Ich hab in meinen 40 Jahren Berufsleben viele Zyklen gesehen, und Platin und Palladium gehören zu den unberechenbarsten Rohstoffen überhaupt.

Platin hat sicher die besseren Argumente langfristig, keine Frage. Aber "langfristig" kann bei Rohstoffen auch 10-15 Jahre bedeuten, in denen sich nichts tut. Ich persönlich setze bei Rohstoffen lieber auf breit gestreute ETFs oder gar nicht – und konzentriere mich auf solide Dividendenaktien. Die schlafen besser.

Dein Ansatz mit 5-8% Beimischung klingt vernünftig. Aber ich würde das dann wirklich breit streuen, nicht auf ein einzelnes Metall setzen.


Antwort
Wolfgang Kramer
Beiträge: 4
(@wolfgang52)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

ich hab mich zwar noch nicht wirklich mit Platin oder Palladium beschäftigt – als ETF-Anfänger ist das noch etwas weit weg für mich. Hab erst kürzlich im Bitcoin vs. Gold Thread gefragt wie ich Rohstoffe überhaupt einordnen soll.

Eine Frage hab ich aber: Gibt es eigentlich ETCs auf Platin, die für Privatanleger einfach zugänglich sind, oder muss man da über Futures o.ä. gehen? Frag nur weil ich irgendwann vielleicht auch sowas beimischen möchte, aber erstmal verstehen will wie das grundsätlich funktoniert.


Antwort
Seite 1 / 2
Teilen: