Hi zusammen,
hab mal ne Frage zu Palladium und Platin. Bin eigentlich eher der ETF-Typ, aber die Edelmetalle beschäftigen mich schon länger. Palladium ist ja von den Höchstständen um 3000$ richtig abgestürzt und steht jetzt bei ca. 800$. Platin dümpelt auch schon ewig um die 900-1000$ rum.
Jetzt denk ich mir: könnte das nicht langsam mal wieder interessant werden? Gerade Palladium wird doch für Katalysatoren gebraucht, und die Automobilindustrie läuft ja wieder besser. Klar, E-Autos sind das große Thema, aber Verbrenner gibts ja trotzdem noch massenhaft.
Andererseits les ich immer wieder, dass beide Metalle durch die E-Auto-Wende langfristig weniger gebraucht werden. Platin soll aber wohl bei Wasserstoff-Brennstoffzellen wichtig sein?
Wie seht ihr das? Hab überlegt, vielleicht 5-10% vom Depot in sowas zu stecken. Eher über ETCs oder physisch? Und macht es überhaupt Sinn, oder soll ich bei meinen bewährten Aktien-ETFs bleiben?
Bin für jeden Input dankbar!
Moin Stefan,
aus meiner langjährigen Erfahrung: Edelmetalle sind nichts für schwache Nerven. Hab selbst mal bei Palladium um die 2500$ zugegriffen - war ein teures Lehrgeld. Das Problem ist, dass du nie weißt, wann der Boden erreicht ist.
Bei den aktuellen Preisen könnte man schon ins Grübeln kommen, aber bedenk auch: die Lagerkosten bei physischen Metallen sind nicht ohne, und bei ETCs hast du Emittentenrisiko. Falls du trotzdem einsteigen willst, würde ich gestaffelt kaufen - nicht alles auf einmal. Und wirklich nur Geld, auf das du Jahre verzichten kannst.