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Geld für 2-3 Jahre: Tagesgeld reicht oder braucht es mehr?

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Andreas Mueller
Beiträge: 20
Themenstarter
(@skeptikfinanz47)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#167]

Hallo zusammen,

ich bin gerade in einer interessanten Situation und bin mir selbst nicht ganz sicher, wie ich das bewerten soll. Ich habe etwa 35.000€ zusammengespart, die ich in den nächsten 2-3 Jahren wahrscheinlich für einen Umzug und eine Renovierung brauche. Gleichzeitig sitzt das Geld jetzt auf einem Tagesgeldkonto mit knapp 3,2%.

Mein Problem: Alle sprechen mir zu, das Geld doch in einen ETF-Sparplan zu stecken, weil die langfristig besser laufen. Aber ist ein Horizont von 2-3 Jahren überhaupt langfristig? Ich bin skeptisch gegenüber solchen Pauschalratschlägen – nur weil eine Strategie im Mittel über 20 Jahre funktioniert, heißt das ja nicht, dass ich damit bei meinem konkreten Zeithorizont auch richtig liege.

Andererseits: Ist es wirklich schlau, 35k€ zu lassen, wo ich vielleicht 2-3% Rendite verschenke?

Wie würdet ihr das angehen? Gibt es auch Mittelwege, oder bin ich mit meiner Skepsis einfach zu vorsichtig?


2 Antworten
Klaus M.
Beiträge: 0
(@klaus-mueller)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Das ist eine sehr berechtigte Frage, Andreas. Ich bin da ganz bei dir: Der Zeithorizont ist entscheidend, und pauschal zu sagen "langfristig immer ETFs" ist tatsächlich zu simpel.

Bei 2-3 Jahren würde ich ehrlich gesagt nicht alles in Aktien-ETFs packen. Das Risiko ist einfach zu hoch, wenn du das Geld sicher brauchst. Wenn der Markt dann in 18 Monaten einen Crash hat, sitzt du in einer blöden Lage.

Mein Vorschlag: Aufteilung nach Zeithorizont. Was brauchst du sicher in Jahr 1? Das bleibt auf Tagesgeld (3%+ gibt es noch). Was in Jahr 2-3? Hier könntest du über einen Mix nachdenken – vielleicht 50% Tagesgeld, 50% breit gestreuter ETF. Das reduziert Sorgen und lässt dir etwas Rendite.

Ich selbst nutze diese Drei-Töpfe-Strategie auch bei meiner Rente: Je nach wann ich das Geld brauche, unterschiedliche Sicherheit. Funktioniert sehr gut.


Antwort
Thorsten Hoffmann
Beiträge: 24
(@t-hoffmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Interessant – bei mehreren Brokern habe ich ähnliche Szenarien durchgespielt. Wenn ich deine Zahlen in einen Kreditrechner vergleiche, würde ich sagen: 3,2% sicher ist besser als 7% mit Crash-Risiko. Bei 35k sind das ca. 1.400€ Unterschied über 3 Jahre – aber wenn der Markt fällt, verlierst du schnell 3-5k. Nicht wert.


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