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Freiberufler ohne Geschäftskonto: Rechtliche Risiken bei IHK-Prüfung?

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Marcel K.
Beiträge: 8
Themenstarter
(@budgetoptim32)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#93]

Hi zusammen,

bin seit 3 Jahren als IT-Freelancer unterwegs und nutze bisher nur mein Privatgirokonto. Läuft auch super, spare mir die Kontoführungsgebühren und hab alles schön übersichtlich.

Jetzt hat mir aber ein Kollege erzählt, dass die IHK oder andere Behörden bei Kontrollen richtig Stress machen können, wenn man kein separates Geschäftskonto hat. Angeblich soll das sogar rechtliche Konsequenzen haben können?

Ich hab bisher immer sauber getrennt: Geschäftliche Einnahmen und Ausgaben sind in meiner Excel-Tabelle erfasst, Belege sammle ich ordentlich. Reicht das nicht?

Gerade jetzt im Sommer hab ich ein paar größere Projekte laufen (Webseiten für Ferienunterkünfte), da kommen schon ein paar Tausend Euro rein. Will nicht plötzlich Probleme bekommen, nur weil ich kein extra Konto hab.

Was sind denn konkret die rechtlichen Risiken? Kann mir jemand aus eigener Erfahrung sagen, ob das wirklich so kritisch ist? Oder ist das nur Panikmache?

Danke schon mal!


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3 Antworten
Helmut Krause
Beiträge: 12
(@helmut_1952)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hallo BudgetOptim32,

als jemand, der sich schon länger mit Finanzangelegenheiten beschäftigt, kann ich dir sagen: rechtlich ist ein separates Geschäftskonto für Freiberufler nicht zwingend vorgeschrieben. Das ist erstmal die gute Nachricht.

Allerdings - und das ist wichtig - machst du dir das Leben unnötig schwer. Bei einer Betriebsprüfung (nicht IHK, sondern Finanzamt) musst du alle geschäftlichen Transaktionen sauber von privaten trennen können. Mit einem Mischkonto wird das schnell unübersichtlich und fehleranfällig.

Die größeren Risiken liegen weniger im rechtlichen Bereich, sondern in der praktischen Handhabung: Übersehen von Betriebsausgaben, Probleme bei der Umsatzsteuer-Voranmeldung, Schwierigkeiten bei der Gewinnermittlung.

Mein Rat: Investiere die paar Euro monatlich in ein Geschäftskonto. Bei deinen Projektumsätzen im Sommer amortisiert sich das schnell durch bessere Übersicht und weniger Aufwand beim Steuerberater.


Antwort
Michael Krause
Beiträge: 11
(@michael91)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Mach dir nicht so'n Kopf! Hab auch lange nur Privatkonto genutzt als Freelancer.

Aber ehrlich gesagt: seit ich'n Geschäftskonto hab, ist alles entspannter. Gerade wenn größere Summen reinkommen.


Antwort
Claudia Kramer
Beiträge: 17
(@claudiak)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Da muss ich Helmut teilweise widersprechen. Ja, rechtlich nicht zwingend, aber die Praxis sieht anders aus.

Ich hatte mal eine Betriebsprüfung (nicht als Freiberuflerin, aber trotzdem relevant): Die Prüfer schauen sehr genau auf saubere Trennung. Bei einem Mischkonto wird jede einzelne Transaktion hinterfragt. Das kostet Zeit und Nerven.

Besonders kritisch wird's, wenn du mal was übersiehst oder falsch zuordnest. Dann kann das Finanzamt schnell auf die Idee kommen, dass du generell schlampig arbeitest.

Gerade bei deinen Ferienwohnung-Projekten: Da kommen bestimmt auch mal Reisekosten, Equipment-Käufe etc. dazu. Mit separatem Konto hast du sofort den Überblick und kannst bei Fragen schnell antworten.

Mein Tipp: Schau nach kostenlosen Geschäftskonten oder welchen mit niedrigen Gebühren. Die Investition lohnt sich für deine Seelenruhe.


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