Hey zusammen, mich beschäftigt eine Frage, die ich immer wieder in Diskussionen um nachhaltige Geldanlage übersehe: Cashback-Programme und Rabattsysteme sind überall, und ich frage mich ernsthaft, ob ich sie nicht einfach ignorieren sollte.
Der Grund: Ich habe das Gefühl, dass viele Menschen – auch ich manchmal – anfangen, gezielt einzukaufen, *weil* es Cashback gibt oder weil die Rabattaktion lockt. Das ist das Gegenteil von bewusstem Konsum, den ich mir auch bei meinen grünen Investments zu Herzen nehme.
Meine konkrete Situation: Ich bin als Projektmanager unterwegs, habe verschiedene Kreditkarten, und theoretisch könnte ich überall 0,5–2% Cashback einsammeln. Aber ehrlich? Ich frage mich, ob das nicht bedeutet, dass ich unbewusst *mehr* ausgebe, um überhaupt Punkte zu sammeln.
Wie handhabt ihr das? Nutzt ihr diese Systeme aktiv, oder seht ihr sie auch als Konsumfalle? Wie stellt ihr sicher, dass ihr wirklich spart und nicht einfach nur cleverer ausgebt?
Stefan hier – bei mir ist ehrlich gesagt Zeit knapp dafür, diese Programme aktiv zu tracken. Mit 50 Stunden+ im Job habe ich einfach keine Energie, überall Punkte zu sammeln und zu vergleichen. Mein Ansatz: Ich habe *eine* gute Cashback-Karte für alltägliche Ausgaben (Groceries, Tanken), die automatisch läuft. Alles andere ignoriere ich. Das Geld, das reinkommt, geht direkt in den ETF-Sparplan – da verdient es langfristig mehr als 2% Rabatt mir nächsten Jahr zurückgibt.
Gute Frage, Tobias. Ich nutze Cashback aktiv auf Geschäftsreisen – da ist es legit, weil die Ausgaben sowieso anfallen. Meine Kredikarte sammelt 1,5% auf alle Transaktionen, und über das Jahr rechnet sich das wirklich (siehe meinen früheren Post zu Cashback vs. Meilen).
Aber du hast recht: Das funktioniert *nur*, wenn die Ausgaben unvermeidbar sind. Im Privatbereich würde ich sagen – nutze es als *Bonus* zu deinem regulären Budget, nicht als Grund zu kaufen. Meine Regel: Kauf ich das auch ohne 1% Rabatt? Nein? Dann finger weg.
Kurz: Bonusprogramme sind marketing. Lass dich nicht leiten davon.