Hallo zusammen,
nach langem Mitlesen melde ich mich jetzt mal selbst zu Wort, weil ich echt nicht weiterkomme.
Ich bin seit einem knappen Jahr im Job und habe nach Miete, Lebensmitteln und allem anderen ungefähr 300–350 Euro im Monat übrig. Die landen bisher einfach auf dem Girokonto, weil ich nicht weiß, was ich damit anfangen soll. Ich möchte langfristig investieren – ETF oder sowas – aber ich frage mich ehrlich gesagt, ob ich mit so wenig überhaupt schon anfangen sollte, oder ob ich erstmal eine Weile sparen und dann einsteigen soll.
Dazu kommt: Ich überlege gerade, ob ich eine Weiterbildung machen soll, die ca. 1.500 Euro kostet. Die würde mir langfristig wahrscheinlich mehr bringen als jede Rendite in den nächsten zwei Jahren – oder nicht? Jobwechsel ist auch irgendwann ein Thema, sobald ich mehr Erfahrung habe.
Ich will nicht auf Urlaub und alles verzichten (Flug nach Portugal im September ist schon gebucht 😅), aber gleichzeitig will ich mit Mitte 20 nicht einfach alles verpulvern.
Wie habt ihr das am Anfang gemacht – habt ihr erst gespart bis zu einem bestimmten Betrag oder gleich losgelegt? Und was würdet ihr mit Weiterbildung vs. Investition sagen?
Liebe Grüße
Mia
Hallo Mia,
ich melde mich hier mal zu Wort, auch wenn ich selbst gerade dabei bin, nach langer Pause wieder in den Markt einzusteigen – also nehm das mit dem entsprechenden Vorbehalt.
Was ich dir sagen kann: Fang mit dem ETF-Sparen an, auch mit kleinen Beträgen. Das ist weniger eine Renditefrage als eine Gewohnheitsfrage. 100-150 Euro monatlich kannst du problemlos laufen lassen, den Rest als Puffer behalten.
Zur Weiterbildung: Das klingt für mich deutlich sinnvoller als jede Investition in dem Alter. Mit 1.500 Euro kaufst du dir potenziell 5.000+ Euro mehr Jahresgehalt – keine ETF-Rendite kommt da kurzfristig ran. Wenn du dir das leisten kannst ohne deinen Notgroschen zu leeren, würde ich das machen.
Portugal ist auch okay, das Leben muss ja auch stattfinden 😄
Ich bereue heute, dass ich vor 15 Jahren aufgehört hab zu investieren – aber ne Weiterbildung hätte ich damals trotzdem gemacht.
Viel Erfolg!
Markus