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Finanzamt droht mit Strafverfahren: privates Konto für Freiberuf genutzt

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Stefan Müller
Beiträge: 3
Themenstarter
(@stefan-mueller72)
New Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen
[#89]

Hi Leute,

sitze gerade ziemlich in der Klemme und hoffe jemand kann mir weiterhelfen. Bin seit 3 Jahren als IT-Berater freiberuflich tätig und hab bisher alle Geschäfte über mein privates Girokonto abgewickelt. Dachte mir, spart Gebühren und ist doch egal wo das Geld ankommt.

Jetzt hatte ich letzte Woche eine Betriebsprüfung und der Prüfer ist total ausgerastet als er gesehen hat dass ich kein separates Geschäftskonto habe. Meinte, das wäre grob fahrlässig und er würde jetzt ein Strafverfahren wegen Verschleierung der Geschäftsvorgänge prüfen lassen. Angeblich kann er nicht ordentlich nachvollziehen was geschäftlich und was privat ist.

Dabei hab ich doch alles sauber dokumentiert in Excel und alle Belege gesammelt. Die geschäftlichen Eingänge sind ja auch alle als Überweisung mit Verwendungszweck da. Private Sachen wie Supermarkt oder Netflix kann man doch easy unterscheiden von den Kundenrechnungen?

Jetzt sitze ich hier im heißen Büro (Klimaanlage ist kaputt, passt ja perfekt) und mach mir echt Sorgen. Kann das Finanzamt wirklich ein Strafverfahren einleiten nur weil ich kein Geschäftskonto hab? Ist das nicht übertrieben? Hab schließlich nix versteckt oder so.

Was meint ihr - muss ich mir wirklich Sorgen machen oder ist das nur heiße Luft vom Prüfer?


1 Antwort
Marco Technowski
Beiträge: 6
(@marco-tech42)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Wochen

Puh Stefan, das ist schon ne ziemlich heikle Situation. Grundsätzlich gibt es zwar keine gesetzliche Pflicht für ein Geschäftskonto als Freiberufler, aber die Trennung von privaten und geschäftlichen Finanzen ist schon sehr wichtig für die ordnungsgemäße Buchführung.

Das Problem ist: Wenn alles über ein Konto läuft wird's schwer nachzuvollziehen ob du wirklich alle geschäftlichen Einnahmen erfasst hast. Der Prüfer kann dann vermuten dass du Umsätze verschweierst - auch wenn du das gar nicht getan hast. Bei meiner letzten Diskussion über Bankengebühren kam auch schon mal das Thema Geschäftskonten auf.

Ein Strafverfahren ist aber schon heftig und würde nur bei Verdacht auf Steuerhinterziehung eingeleitet. Vermutlich will der Prüfer dich hauptsächlich unter Druck setzen. Würde trotzdem empfehlen schnell nen Anwalt für Steuerrecht zu kontaktieren und parallel sofort ein Geschäftskonto zu eröffnen. Zeigt zumindest guten Willen für die Zukunft.


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